Das Wichtigste in Kürze
- The Ocean Race Atlantic: Eine 3.300 Seemeilen lange Transatlantik-Regatta von New York nach Lorient, Start am Dienstag, den 2. September 2026.
- 6 gemischte Crews am Start, darunter zwei brandneue IMOCA-Foiler: DMG MORI Global One (entworfen von Guillaume Verdier) und Malizia 4 (entworfen von Antoine Koch).
- Erstes direktes Duell zwischen diesen beiden innovativen Booten, die den technologischen Fortschritt der IMOCA-Klasse verkörpern.
- Schnelle Regatta: Voraussichtlich etwa 8 Tage, unterstützt durch den Golfstrom und günstige Winde.
- Ziel: Leistungstests vor The Ocean Race 2027.
Warum dieses Rennen im IMOCA-Kalender wichtig ist
The Ocean Race Atlantic ist mehr als nur eine Transatlantik-Regatta. Es markiert die Rückkehr der IMOCA-Boote in den Wettkampfmodus nach der Sommerpause und dient als Freiluftlabor für die Teams, die sich auf The Ocean Race vorbereiten – die Mannschafts-Weltrundfahrt, die im Januar 2027 startet.
Dieses Rennen ermöglicht es den Skippern:
- Feinabstimmungen an ihren Booten vorzunehmen, insbesondere bei den neuen Foilern wie DMG MORI Global One und Malizia 4.
- Strategien unter realen Bedingungen zu verfeinern, mit reduzierten Crews (4 Mitglieder).
- Sich mit anderen Booten der Flotte zu messen, von denen einige bereits gut getestet sind (11th Hour Racing, United by the Ocean).
Die Favoriten: DMG MORI vs. Malizia – Ein Kampf der Konzepte
DMG MORI Global One: Der technologische Durchbruch
- Designer: Guillaume Verdier (Hinter vielen siegreichen IMOCA-Booten).
- Wichtigste Innovation: Ein längs verlaufender Bulb (inspiriert vom America’s Cup), eine Neuheit in der IMOCA-Klasse.
- Ziel: Frühes Abheben und Stabilisierung des Bootes bei hohen Geschwindigkeiten.
- Reaktion der Crew: Sam Davies (ehemalige Skipperin von Initiatives-Cœur) beschreibt es als eine „Rakete“ mit beeindruckenden Leistungen bereits bei den ersten Tests.
Malizia 4: Die beherrschte Evolution
- Designer: Antoine Koch, Verdiers langjähriger Rivale.
- Design: Eine Weiterentwicklung der vorherigen Malizia-Boote mit ausgeprägten Kimmkanten am Bug.
- Skipper: Boris Herrmann, der die Zuverlässigkeit seiner Boote bereits unter Beweis gestellt hat (3. Platz im Vendée Globe 2020-2021).
- Stärke: Ein erfahrenes Team, zu dem auch Justine Mettraux (ehemalige Skipperin von Embrace the Challenge) gehört.
→ Das Duell zwischen diesen beiden Booten wird der Höhepunkt sein, bei dem zwei gegensätzliche Design-Philosophien aufeinandertreffen.
Die anderen Anwärter: Erfahrung vs. Jugend
Teilnehmende Boote und Teams
| Boot | Jahr | Skipper | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| 11th Hour Racing | 2022 | Francesca Clapcich | Ehemaliges Malizia-Sea Explorer, erfahrene Crew mit Will Harris |
| United by the Ocean | 2022 | Paul Meilhat | Ehemaliges Biotherm, Meilhat kennt das Boot in- und auswendig |
| Embrace the Challenge | 2018 | Ollie Heer | Ehemaliges Teamwork-Team SNEF, gemischte Crew (Marie Riou, Lincoln Dews) |
| MSIG Europe | 2007 | Conrad Colman | Einziges Nicht-Foil-Boot der Flotte, aber sehr erfahren |
Oliver Heer (Embrace the Challenge):
„Wir sind dort, wo wir nach nur drei Monaten auf diesem Boot sein sollten. Das Ziel? Ein sauberes Rennen ohne Fehler – jede Verzögerung kostet uns wertvolle Zeit.“
Eine anspruchsvolle Strecke: Der Nordatlantik im Sprintmodus
- Distanz: 3.300 Seemeilen (~6.100 km).
- Geschätzte Dauer: 8 Tage (bei günstigen Wetterbedingungen).
- Größte Herausforderung: Golfstrom und wechselnde Winde → die Crews müssen in Echtzeit reagieren.
- Strategie: Kein Platz für Improvisation. Sam Davies (37 Transatlantik-Regatten) betont:
„Erwartet das Unerwartete. Der Nordatlantik kann selbst im September unberechenbar sein.“
Worauf man achten sollte
✅ Das Duell DMG MORI vs. Malizia: Welches Design wird sich durchsetzen? ✅ Konsistenz der Crews: Mit nur 4 Mitgliedern sind Schlaf- und Manövermanagement entscheidend. ✅ Wetterbedingungen: Eine vom Golfstrom beeinflusste Strecke könnte Überraschungen bereithalten.
Was kommt als Nächstes?
Diese Transatlantik-Regatta dient als Generalprobe für The Ocean Race 2027. Die hier gewonnenen Erkenntnisse könnten im Weltrundfahrt-Rennen den Unterschied machen.
Verfolgen Sie den Start ab New York am 2. September 2026 und die Ankunft in Lorient, dem historischen Zentrum des IMOCA-Rennsports.