Seit seiner Gründung im Jahr 2015 arbeitet die Organisation Beyond Plastic Med (BeMed) daran, die Plastikverschmutzung im Mittelmeer zu reduzieren. BeMed wurde von der Fürst-Albert-II-von-Monaco-Stiftung, der Tara-Ocean-Stiftung, der Surfrider Foundation Europe, der Internationalen Union für Naturschutz (IUCN) und der MAVA-Stiftung ins Leben gerufen und vereint verschiedene Akteure, um dieser großen Umweltherausforderung zu begegnen.
Die wichtigsten Erfolge von BeMed
Unterstützung lokaler Initiativen
Seit ihrem Start hat BeMed 113 Projekte in 15 Mittelmeerländern durch 10 Ausschreibungen finanziert. In den Jahren 2020 und 2024 wurden spezielle Ausschreibungen für die Mittelmeerinseln durchgeführt, um diese besonders empfindlichen Gebiete zu schützen.
Aufbau einer Gemeinschaft engagierter Akteure
BeMed hat eine Gemeinschaft von 94 Organisationen geschaffen, die bewährte Verfahren austauschen und zusammenarbeiten, um die Wirkung des Kampfes gegen die Plastikverschmutzung zu maximieren.
Dialog zwischen verschiedenen Akteuren
Die Organisation hat einen Dialog zwischen Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft etabliert, da die Reduzierung der globalen Plastikverschmutzung eine starke Einbindung der Unternehmen erfordert.
Übergang zu nachhaltigem Tourismus
Im Jahr 2022 bewies ein Pilotprojekt mit dem InterContinental Marseille – Hôtel Dieu, dass es möglich ist, Einwegplastik zu reduzieren, Kosten zu senken und gleichzeitig die Servicequalität beizubehalten. Dieses Projekt wurde später auf das Hotel La Badira in Tunesien ausgeweitet, das Tausende von Plastikverpackungen abgeschafft hat.
Start von BeMed+
Im Jahr 2024 startete BeMed das Projekt BeMed+, um ein Jahrzehnt der Bemühungen zur Reduzierung der Plastikverschmutzung im Mittelmeer zu festigen. Dieses Projekt umfasst zwei Pilotregionen: Monastir in Tunesien und den Fluss Shkumbin in Albanien. Es wird von Surfrider Europe, der IUCN, dem Institut für Naturschutz in Albanien und der Organisation Notre Grand Bleu in Tunesien unterstützt.
Wichtige Kennzahlen
| Indikator | Wert |
|---|---|
| Finanzierte Projekte seit 2015 | 113 |
| Unterstützte Organisationen seit 2015 | 94 |
| Beteiligte Mittelmeerländer | 15 |
| Bereitgestellte Mittel | 4 Millionen Euro |
| Multinationale Unternehmen im Unternehmensnetzwerk | 10 |
Plastikverschmutzung im Mittelmeer: Eine anhaltende Herausforderung
Das Mittelmeer gehört zu den am stärksten verschmutzten Meeren der Welt und nimmt jedes Jahr zwischen 200.000 und 600.000 Tonnen Plastikabfälle auf. Diese Verschmutzung, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht wird, bedroht aquatische Ökosysteme und die menschliche Gesundheit.
Frankreich beispielsweise produziert jährlich 4,5 Millionen Tonnen Plastikmüll, von denen nur 22 % recycelt werden. Rund 80.000 Tonnen Plastik gelangen jedes Jahr in die Natur, davon mehr als 10.000 Tonnen ins Mittelmeer.
Zukünftige Perspektiven
Angesichts des Ausmaßes der Plastikverschmutzung mobilisiert BeMed weiterhin lokale Akteure, Unternehmen und politische Entscheidungsträger, um innovative und nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Die Organisation setzt sich dafür ein, die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren zu stärken, um das Ziel eines plastikfreien Mittelmeers zu erreichen.