Die Reparatur von Booten modernisiert sich dank 3D-Scannern

Die Renovierung und Reparatur von Booten, insbesondere von GFK-Booten, erfordert präzise Messungen komplexer Oberflächen, um effiziente Eingriffe zu gewährleisten. Die Herausforderung, ein Gleichgewicht zwischen Rentabilität und Leistung zu finden, hat das deutsche Unternehmen Blaupause Bootsbau, das sich auf Wartung, Reparatur und Überholung von Freizeitbooten spezialisiert hat, durch den Einsatz von 3D-Scannern gemeistert.

Modernisierung der Messprozesse

Ursprünglich mussten die Arbeitsprozesse bei Blaupause Bootsbau modernisiert werden, da die digitale Erfassung gekrümmter Oberflächen schwierig war. Die Digitalisierung erwies sich daher als logische und wirtschaftliche Lösung. Durch den Einsatz schneller und präziser Scanner wie des Artec Leo und des Artec Ray II konnte das Unternehmen seine Wartungszeiten um zwei Drittel reduzieren und sich so von der Konkurrenz abheben.

Vor der Einführung von 3D-Scannern hatte das Unternehmen versucht, die Messung von Freizeitbooten mit Einpunkt-Lasern zu verbessern. Diese Technologie erforderte jedoch die punktweise Erfassung und Ausrichtung der Daten, ein zeitaufwändiger Prozess mit hohem Personalaufwand. Die Bearbeitungszeit konnte pro Projekt bis zu sechs Stunden betragen.

Einsatz der Artec Leo und Ray II Scanner

In dem Bewusstsein, dass ein leistungsfähigeres Werkzeug benötigt wurde, untersuchte Martin Dittmer, Geschäftsführer von Blaupause Bootsbau, verschiedene Optionen. Nach einer Vorführung der Scanner Artec Leo und Artec Ray II war er von dieser Technologie überzeugt. Die einfache Handhabung des Leo-Scanners in Kombination mit der schnellen Einrichtung und der großen Reichweite des Ray II ermöglichte eine schnelle Flächenerfassung.

Seit der Anschaffung dieser Geräte profitiert das Unternehmen von schnellen Ergebnissen und unvergleichlicher Präzision. Martin Dittmer erklärt: „Früher brauchte ich fünf bis sechs Stunden, um ein Deck oder ein kleines Cockpit zu vermessen. Mit dem Leo kann ich es in zehn Minuten scannen. Mit den steigenden allgemeinen Kosten müssen wir effizienter sein, und die Messungen sind ein entscheidender Faktor in diesem Prozess.“

Beschleunigter digitaler Renovierungsprozess

Sobald alle erforderlichen Daten erfasst sind, müssen sie schnell in ein detailliertes 3D-Modell umgewandelt werden. Artec Studio erleichtert diesen Prozess durch den Autopilot-Modus, der viele manuelle Schritte automatisiert und die besten Algorithmen zur Optimierung der Daten auswählt. Die Einführung dieser Technologie hat die Arbeitsweise von Blaupause Bootsbau grundlegend verändert.

Ein Beispiel: Nach den Schäden, die der Sturm Babet an Booten in der Ostsee verursachte, konnte Blaupause Bootsbau schnell eingreifen. Mithilfe von 3D-Scans der intakten Teile der Boote erstellte das Unternehmen digitale „Patches“, um die fehlenden Bereiche zu rekonstruieren und eine vollständige Darstellung des Rumpfes für die Reparaturen zu erhalten.

Martin Dittmer betont: „Das Bootsinnere ist dreidimensional, mit gekrümmten und unregelmäßigen Formen. Wie jede komplexe Form ist es oft schwierig, Messungen vorzunehmen. Jetzt können wir Freizeitboote vollständig renovieren, von der elektrischen Installation bis zur Innenausstattung. Der 3D-Scan von Artec 3D ermöglicht es uns, die Daten vorab aus der Ferne zu erfassen und zu analysieren, sodass wir potenzielle Probleme erkennen können.“

Zukunftsperspektiven für die Digitalisierung von Booten

Mit einem wachsenden Geschäft plant Blaupause Bootsbau, die Erfassung von 3D-Daten weiter zu beschleunigen und gleichzeitig die Präzision zu verbessern. Viele der von dem Unternehmen renovierten alten Yachten enthalten originale Kleinteile.

Obwohl der Artec Leo in der Lage ist, diese zu scannen, erwägt das Unternehmen den Kauf eines Artec Spider II, des präzisesten Scanners von Artec 3D, der Details mit einer Genauigkeit von 0,05 mm erfassen kann.

Da bei einigen Projekten eine größere Toleranz möglich ist, bleibt das vorrangige Ziel jedoch eine schnelle Digitalisierung. In diesem Bereich bieten die Scanner Leo und Ray II ein unübertroffenes Verhältnis von Geschwindigkeit und Präzision, das den meisten Anforderungen in Wartung, Reparatur und Überholung gerecht wird.

Martin Dittmer fasst zusammen: „Artec Leo funktioniert für nahezu alle Anwendungen. Wir nutzen ihn täglich. Dieses Werkzeug hat uns geholfen, unsere größte Herausforderung zu meistern: die Erstellung digitaler Zwillinge. Die digitale Vermessung wird in der Reverse-Engineering-Branche eine immer größere Rolle spielen.“

Durch die Integration von 3D-Scan-Technologien in ihre Prozesse zeigen Unternehmen wie Blaupause Bootsbau, wie Innovation traditionelle Branchen transformieren und die Effizienz und Präzision von Reparaturarbeiten verbessern kann.