Was wäre, wenn der September DER beste Monat zum Segeln in der Bretagne wäre?

Für die meisten von uns ist die Hauptsaison fürs Segeln der Sommer, von Juli bis August. Und man hat euch immer gesagt, dass der Sommer die ideale Jahreszeit ist, um in See zu stechen? Nun, das ist ein Irrtum. Während die Urlauber ihre Koffer packen und die Strände leerer werden, öffnet sich für Segler ein magisches Fenster: September in der Bretagne. Weniger Menschen, goldenes Licht, eine erwachende Tierwelt und zugänglichere Bretonen für einen Austausch… (naja, fast :). Und wenn das der perfekte Zeitpunkt zum Segeln wäre?

🔹 Was man vor der Abfahrt beachten sollte

Weniger Menschen = Liegeplätze und Yachthäfen ohne Sommerandrang zugänglich.
Einzigartiges Licht: Die tiefstehende Spätsommersonne schafft atemberaubende Landschaften.
Aktive Tierwelt: Robben in den Glénan-Inseln, Delfine, Zugvögel… Das Meer erwacht zum Leben!
Zugänglichere Bretonen: Keine überfüllten Häfen mehr – Zeit für authentische Begegnungen mit den Einheimischen.
⚠️ Kürzere Tage: Gezeiten und Rückfahrtszeiten müssen im Voraus geplant werden.
⚠️ Eingeschränkte Öffnungszeiten der Hafenbüros: Überprüft die Öffnungszeiten, bevor ihr mit einer späten Ankunft rechnet.

🌊 Warum der September der perfekte Monat zum Segeln in der Bretagne ist

1️⃣ Endlich ruhige Ankerplätze und Häfen

Schluss mit dem Stress überbelegter Hafenplätze oder nicht auffindbarer Bojen. Im September gehört die Bretagne wieder den Einheimischen… und kluge Segler.

  • Die Glénan-Inseln: Ohne den Juli-August-Andrang ist dies die perfekte Gelegenheit, diese paradiesischen Inseln zu genießen, insbesondere um Robben zu beobachten, die hier Zuflucht finden.
  • Der Golf von Morbihan findet zu seiner Ruhe und Stille zurück.
  • Die Reede von Brest oder der Hafen von Camaret: Mehr Platz zum Manövrieren und weniger ausgelastete Hafenbüros.
  • Die Aber (Aber Wrac’h, Aber Benoît): Wilde Landschaften, zugänglich ohne Gedränge.

Kleiner Bonus: Die Preise für Bootsvermietungen sinken oft am Saisonende. Eine großartige Gelegenheit, ein neues Modell auszuprobieren!

2️⃣ Goldenes Licht und atemberaubende Landschaften

Im September steht die Sonne tiefer, die Schatten werden länger und das Meer nimmt kupferne Töne an.

  • Sonnenuntergänge über dem Molène-Archipel sind spektakulär.
  • Die Klippen von Ploumanac’h (Küste des Rosengranits) scheinen in diesem flachen Licht zu strahlen.
  • Spiegelungen auf dem Wasser in der Bucht von Douarnenez oder der Bucht von Morlaix bieten postkartenreife Landschaften.

Fototipp: Nehmt eine gute Kamera (oder ein Smartphone mit Profi-Modus) mit, um diese magischen Momente festzuhalten. Die Kontraste sind ausgeprägter, die Farben wärmer.

3️⃣ Eine lebendige Meeresfauna

Der September ist die Zeit, in der das bretonische Meer zum Leben erwacht:

  • Robben: Auf den Glénan-Inseln, Molène oder in der Nähe der Île de Sein sind die Kolonien von Kegelrobben und Seehunden noch sehr aktiv und finden mehr Platz und Ruhe. Mit weniger Booten sind Beobachtungen einfacher.
  • Delfine: Gruppen von Großtümmlern oder Gemeinen Delfinen sind häufig in der Nähe der Küste des Léon oder des Golfs von Morbihan zu sehen.
  • Zugvögel: Seeschwalben, Papageientaucher (gegen Saisonende) und andere Meeresvögel beginnen ihre Reise in den Süden. Ein Fest für Vogelbeobachter!

Gut zu wissen: Respektiert geschützte Zonen (wie das Naturschutzgebiet der Sept-Îles) und haltet Abstand zu den Tieren, um sie nicht zu stören.

4️⃣ Zugänglichere Bretonen für einen Austausch

Im Sommer sind die bretonischen Häfen oft überlaufen mit Touristen, und die Einheimischen haben nicht immer Zeit (oder Lust), sich zu unterhalten. Im September ist das anders.

  • Fischer: Nach ihrer Kampagne zurück, sind sie eher bereit, ihre Geheimtipps (vielleicht…) oder Seegeschichten zu teilen.
  • Alte Seebären: In den Hafencafés wie in Le Conquet, Paimpol oder Saint-Malo nimmt man sich Zeit, bei einer Schale Cidre die Welt zu besprechen.
  • Handwerker und Reparateure: Weniger ausgelastet, können sie bei der Bootswartung helfen… oder euch durch ihre Werkstatt führen.

Tipp: Ein Kaffee, ein Kouign-amann, und das Gespräch kommt von allein in Gang. Bretonen lieben es, über ihre Region zu sprechen… besonders, wenn man Interesse zeigt!

⚠️ Fallstricke beim Segeln am Saisonende

Les Glénan

1️⃣ Kürzere Tage

Im September geht die Sonne früher unter (gegen 20:30 Uhr Anfang des Monats, 19:30 Uhr Ende des Monats). Folgen:

  • Weniger Zeit zum Segeln: Früher losfahren und vor Einbruch der Dunkelheit zurückkehren.
  • Gezeiten: In der Bretagne sind sie stark und wechselhaft. Überprüft die Zeiten in der SHOM-App oder auf Marine Traffic, bevor ihr losfahrt.
  • Nebel: Häufiger am Morgen und am späten Nachmittag. Ein gutes GPS und ein UKW-Funkgerät sind unverzichtbar.

2️⃣ Eingeschränkte Öffnungszeiten der Hafenbüros

Viele bretonische Häfen verkürzen ihre Öffnungszeiten ab Mitte September:

  • Einige Häfen schließen bereits um 18 Uhr (unter der Woche sogar noch früher).
  • Dienstleistungen (Treibstoff, Wasser, Strom) können eingeschränkt sein.
  • Reservierungen: Auch wenn es ruhiger ist, ist es besser, im Voraus anzurufen, um einen Platz zu sichern.

3️⃣ Kühlere Morgen- und Abendtemperaturen

In der Bretagne ist das Wetter meist vorhersehbar und überrascht einen nicht:

  • Wind: Küstennaher Wind ist seltener, aber plötzliche Böen können auftreten (und sind vorhersehbar).
  • Regen: Der September ist in der Regel trockener und sonniger als der Frühling.
  • Temperaturen: 15–20°C am Tag, aber kühl am Morgen und Abend (warme Kleidung einpacken).

🌿 Lieblingsrouten für September in der Bretagne

🌳 1. Von Brest zu den Glénan-Inseln (2–3 Tage)

  • Warum? Robben, türkisfarbenes Wasser und einsame Strände.
  • Etappen:
    • Tag 1: Brest → Portsall (Übernachtung im Hafen)
    • Tag 2: Portsall → Glénan-Archipel (Ankerplatz in Bananec oder Penfret)
    • Tag 3: Rückkehr nach Bénodet oder Concarneau
  • Nicht verpassen: Die Insel Penfret mit ihrem Leuchtturm, der Strand von Bananec (kristallklares Wasser).

🌳 2. Die Rosa Granitküste (1 Woche)

  • Warum? Mondlandschaften, rosafarbene Felsen und versteckte Buchten.
  • Etappen:
    • Perros-GuirecPloumanac’h (Ankerplatz vor dem Strand)
    • TrégastelPort Blanc (Zugang zum Naturschutzgebiet Sept-Îles)
    • TrébeurdenÎle de Batz (exotischer Garten und Leuchtturm)
  • Nicht verpassen: Der Zollpfad (mit dem Beiboot erreichbar), die Felsen von Ploumanac’h bei Sonnenuntergang.

🌳 3. Der Golf von Morbihan (3–4 Tage)

  • Warum? Ein Labyrinth aus Inseln, spektakuläre Gezeiten und eine reiche Tierwelt (Vögel, Robben).
  • Etappen:
    • VannesÎle aux Moines (Übernachtung im Hafen)
    • Île aux MoinesÎle d’Arz (Fahrradtour)
    • Île d’ArzPort Anna (wilder Ankerplatz)
  • Nicht verpassen: Die Passage von Teignouse (Achtung vor den Gezeiten!), die Menhire von Locmariaquer.

💡 Praktische Tipps für eine erfolgreiche Segeltour

✅ Checkliste vor der Abfahrt

  • Gezeitenzeiten überprüfen (SHOM-App oder Tide Forecast)
  • Seewetterberichte einholen (Météo France, Windy)
  • Warme und wasserdichte Kleidung einpacken (auch bei schönem Wetter)
  • Eine Taschenlampe mitnehmen (für alle Fälle…)
  • Voller Treibstoff- und Wassertank (einige Häfen schließen früh)
  • Seekarte + GPS (Technik kann versagen!)

📌 Zusammenfassung: Warum im September in der Bretagne segeln?

Vorteile ⚠️ Nachteile
Weniger Menschen in den Häfen Kürzere Tage
Atemberaubende Landschaften (goldenes Licht) Eingeschränkte Öffnungszeiten der Hafenbüros
Aktive Meeresfauna (Robben, Delfine) Wechselhaftes Wetter
Zugänglichere Einheimische Kühlere Abendtemperaturen
Günstigere Mietpreise Gezeiten müssen beachtet werden

⛵ Bereit, es zu versuchen?

Der September in der Bretagne ist die Gelegenheit, das Meer auf eine andere Weise neu zu entdecken: ruhiger, authentischer, wilder. Also, Segel setzen?

👉 Teilt eure schönsten September-Segelbilder mit dem Hashtag #BretagneImSeptember!

Und wenn ihr Fragen oder Tipps habt, teilt sie gerne in den Kommentaren!

Schreibe einen Kommentar

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.